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"Naturliebe - Erneuerbare Haltungen"


Ich freue mich mit 15 Arbeiten aus der Serie "12 Stunden" dabei zu sein.


Thema der 23. Schwerpunktausstellung im Künstlerverein Walkmühle ist die Frage nach einer angemessenen Haltung zur Natur. Welchen Beitrag kann Kunst leisten, um die Verwirklichung der von wissenschaftlichen Erkenntnissen belegten notwendigen Veränderungen im Umgang mit Natur herbeizuführen?

Der Blick des Ausstellungsprojektes ist dabei nach vorne gerichtet – weniger auf Zerstörung und Bedrohung, als vielmehr auf die inspirierende und innovative Energie natürlicher Prozesse, in die wir selbst integriert sind.
Wir neigen dazu, Krisen als Bedrohung zu sehen. Dabei sind sie Beschleuniger des Neuen, das im Schoß des Alten ruht. Es geht um Visionen einer Zukunft in Einheit mit der uns umgebenden Natur – aus dem Verständnis heraus, dass Natur nicht "irgendwo da draußen"stattfindet, sondern dass wir selbstNatur sind.

Zur Teilnahme an der Ausstellung hat der Künstlerverein Walkmühle eine internationale Ausschreibung für Künstlerinnen und Künstler veranstaltet.
Ausgewählt wurden letztlich insbesondere Arbeiten, welche die Natur feiern, sie fasziniert betrachten, ihr zuhören, natürliche Vorgänge in Werkprozesse integrieren und zur künstlerischen Methode machen – oder Utopien für einen veränderten Umgang mit Natur zum Inhalt haben.

Dieses Potenzial künstlerischer Utopien wird in einen Dialog mit weiteren zukunftsorientierten Ansätzen gebracht werden. Vielen von uns ist klar, dass es so nicht weitergeht – aber es geht immer weiter so. Was sind konkrete Maßnahmen und Schritte, die im Alltag verwirklicht werden können? Was kann ich selbst und jetzt tun?
Einer der Ausstellungsräume wird daher für die Präsentation von Beispielen eingerichtet, die Erkenntnisse der Notwendigkeit von Verhaltensänderungen in konkretes Handeln umsetzen.

Weiterhin werden in einem umfassenden Begleitprogramm zur Ausstellungneue Ideen und Anregungen vorgestellt und diskutiert.

So wie Natur evolutionärem Wandel unterworfen ist, ist es auch der Begriff Natur selbst. Aktuelle künstlerische Positionen befinden sich im Spannungsfeld eines erweiterten Natur- und Kunstbegriffs. Diese künstlerisch-philosophischen Standortbestimmungen stehen im Rahmen des Ausstellungsprojekts ebenfalls zum Diskurs.

Die Wiesbadener Walkmühle liegt hierbei in doppeltem Sinne an einer Schnittstelle: Zum einen durch ihre geografische Lage am Übergang von innerstädtischer Bebauung zu Wäldern und Wiesen; zum anderen durch ihre gesellschaftliche Bedeutung, die sie durch die kulturelle Arbeit des Künstlervereins erlangt hat. Denn meist sind es gesellschaftlich relevante Themen, die bei den Ausstellungen in der Walkmühle im Fokus stehen.

Was man heute als künstlerische Utopie beginnt,
wird man morgen vielleicht als Reportage zu Ende schreiben können.
(in Anlehnung an ein Zitat von Normal Mailer)

 

Kurator der Ausstellung:
Axel Schweppe, Köln.

Katalog:
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
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Einladung 1.Seite

Einladung 2.Seite

Einladung 3.Seite

 

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